Windows 10       Stand: 11. Januar 2017, Thomas Wohlfarth
Windows 10 ist die Ablösung für Windows 7. Der Support von Microsoft für Windows 7 endet am 31. Dezember 2019. Ab diesem Tag gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 7. Im Folgenden beleuchten wir einige Blickwinkel und Tatsachen zur Frage, ob Sie auf Windows 10 umsteigen sollen oder müssen…

 w10c

Fragen

Warum soll ich auf
Windows 10 umsteigen ?

Früher oder später müssen Sie diesen Schritt machen. Soft- und Hardwarehersteller werden bereits ab 2018 den Support für Windows 7 einstellen.

Warum muss ich auf
Windows 10 umsteigen ?

Soft- und Hardwarehersteller werden bereits ab 2018 den Support für Windows 7 einstellen. Davon betroffen sind bspw. Software für Virenschutz und Datensicherung aber auch neue Hardware, für die unter Windows 7 keine Treiber mehr erhältlich sein werden.

Wann soll ich auf
Windows 10 umsteigen ?

So schnell wie möglich; wir können nicht hunderte von Clients auf einen Schlag updaten, denn extrem viele müssen ersetzt werden; das wissen wir heute schon. Bei Unternehmen muss natürlich im Vorfeld die Kompatibilität zu Soft- und Hardware (ERP, Enterprise-MFC) überprüft werden.

Ist ein Update
problemlos möglich ?

Manchmal, bspw. bei privat genutzten Systemen ohne spezielle Soft- und Hardware. Bei Unternehmen mit Servern muss das Netzwerk bzw. Active Directory, die Gruppenrichtlinienpbjekte und die Print Services auf Windows 10 vorbereitet werden. Besonders wichtig sind aktuelle und offiziell freigegebene Treiber und Software für Drucker, Scanner, Virenschutz

Welche Probleme beim Update auf Windows 10 treten hauptsächlich auf ?

Windows 7/8/8.1 muss bezüglich Betriebssystem-Updates auf dem neusten Stand sein. Falls nicht muss zwingend Windows-Update repariert werden; alle Updates müssen nachinstalliert werden.

Ein Update ab Windows 8 oder 8.1 schlägt meist fehl.

Alte Software für Virenschutz, Datensicherung, Grafik-, Netzwerk- und Audioausgabe können ein erfolgreiches Update verhindern.

Alte Druckertreiber die via GPO auf Windows-Clients installiert werden können diesen Windows10-Client in einen irreparablen Zustand versetzen (Printer & Devices since Anniversary Update).
Die Softwarekompatibilitätskontrolle durch Windows 10 ist kein Garant für ein erfolgreiches Update.
Set dem Anniversary Update kann die Generalisierung "OOBE" und "Verallgemeinern" mit Sysprep 25 Minuten dauern. Das Minisetup bei einem mit diesem versiegelten Image geladenen Client dauert dann ca. 50 Minuten, da Windows 10 bei „Vorbereitung läuft“ und „Einen Moment bitte“ je ca. 25 Minuten braucht.

Soll ich vor dem Update
auf Windows 10 das
System sichern ?

Ja, unbedingt. Wenn das Update misslingt kann oft nicht einmal mehr der ursprüngliche Zustand mit Windows 7 wiederhergestellt werden. Erstellen Sie am besten ein Image der Festplatte.

Werden neuere PC’s und Notebooks noch mit
Windows 7 kompatibel sein ?

Nein. Bereits heute kann Windows 7 nur mit einem Trick auf einem System installiert werden, das mit einer NVMe-SSD am PCIe-Bus ausgerüstet ist (künftiger Standard). Die Ansage von Intel ist dahingehend klar, dass schon ab 2018 der Support für Windows 7 schrittweise eingestellt wird.

Windows 7 mit neuer Hardware:
Welche kommenden Problem sind heute schon bekannt ?

Kommende CPU-Typen wie AMD Bristol Ridge und Intel Kaby Lake will Microsoft ausschließlich mit Windows 10 unterstützen. Wie sich die Situation bei Windows Server 2012 R2 entwickelt, wenn Intel 2017 die ersten Skylake-EP-Xeons bringt, ist offen.

Nahe liegt die Frage, welche neuen Funktionen der aktuellen und kommenden Prozessoren überhaupt einen speziellen Support durch das Betriebssystem benötigen. Darauf liefert Microsoft keine umfassende Antwort. Einige Punkte sind aber klar.

Der erste betrifft die USB-Controller in Skylake-Prozessoren beziehungsweise den zugehörigen Chipsätzen. Diese USB-3.0-tauglichen Controller arbeiten nur im xHCI-Modus (Extended Host Controller Interface), nicht mehr in den älteren Modi EHCI, UHCI oder OHCI. Windows 7 enthält aber keinen eingebauten xHCI-Treiber und das Windows-7-Setup findet deshalb bei der Installation keine USB-Eingabegeräte. Für Systeme ab der Skylake-Generation müssen Setup-Images und Recovery-Partitionen mit Windows 7 also angepasst werden, indem man einen USB-3.0-Treiber hineinpackt.

Das gilt in ähnlicher Form auch für neue Notebooks und manche Desktop-PCs, die von einer PCIe-SSD mit NVMe-Controller booten: Ein NVMe-Treiber fehlt Windows 7 ebenfalls.

Windows 7 enthält auch keinen Treiber für ein TPM 2.0. Der lässt sich zwar nachrüsten, fehlt aber eben auch dem Windows PE eines Windows-7-Setups. Somit wäre eine per BitLocker verschlüsselte Platte auf einem System mit TPM 2.0 bei einer Panne nur schwer zu entsperren. Auch die eingebaute Verschlüsselungsfunktion einer (eDrive-)SSD kann BitLocker unter Windows 7 nicht nutzen.

UEFI Secure Boot schließlich verhindert den Start von Windows 7 komplett. Die 64-Bit-Version von Windows 7 kann zwar auch im UEFI-Modus von der Systempartition auf einer Festplatte mit GUID-Partitionstabelle (GPT) starten, besitzt aber keinen signierten Bootloader. Die 32-Bit-Version von Windows 7 kommt mit UEFI gar nicht zurecht.

Eine weitere Neuheit von Windows 10 ist der Aufruf des Setups eines UEFI-BIOS vom System aus. Letzteres erlaubt schnelles Booten ohne die Abfrage eines Tastendrucks für Support-Zwecke und ist bei Tablets ohne Tastatur die einzige Möglichkeit, um das BIOS-Setup aufzurufen. Das klappt allerdings auch schon mit Windows 8.1.

Logo-Problem

Zwar ließen sich die meisten Probleme technisch lösen oder umgehen, etwa durch Booten im BIOS-Modus. Doch beißt sich das mit den Microsoft-Vorgaben für PCs mit Logo und vorinstalliertem Windows: Für Windows 10 müssen sie etwa im UEFI-Modus mit Secure Boot starten (auch wenn Microsoft das gerade selbst torpediert). Somit ist ein Windows-10-PC mit Logo im Prinzip inkompatibel zu Windows 7. Das wiederum macht es PC-Herstellern schwer, Support und Service für beide Betriebssysteme auf derselben Hardware zu leisten – speziell, wenn Funktionen wie BitLocker zum Lieferumfang gehören.

Auswirkungen

Bisher sieht es so aus, als würde sich Windows 7 auch auf künftigen Rechnern installieren lassen, jedenfalls mit den passenden nachgerüsteten Treibern sowie ohne Secure Boot beziehungsweise wenigstens im BIOS-Bootmodus. Für die aktuellen Skylake-Systeme liefert Intel allerdings auch Grafiktreiber und USB-xHCI-Treiber für Windows 7.

Falls sich das bei Kaby Lake – oder später – ändert, wird es mit der Windows-7-Installation schwierig – nur bei Desktop-PCs ließe sich etwa eine PCIe-USB-2.0-Karte stecken und man müsste mit dem Standard-Grafiktreiber leben oder eine Grafikkarte einbauen. Wenn sich aber UEFI Secure Boot nicht abschalten lässt, ist es mit Windows 7 vorbei, außer man nimmt eine virtuelle Maschine.

Wichtige Hinweise:

Unter Windows 10 Home erhalten Benutzer automatisch Updates über Windows Update. Bei Windows 10 Pro und Windows 10 Enterprise hat der Benutzer die Möglichkeit, Updates zu verschieben. Der Zeitraum hierfür ist unter Windows 10 Pro jedoch beschränkt.

Bei Geräten mit wenig Speicherplatz, z. B. Geräten mit 32-GB-Festplatte oder älteren Geräten mit voller Festplatte, ist möglicherweise zusätzlicher Speicherplatz erforderlich, um das Upgrade abzuschließen. Während des Upgrades erhalten Sie Anweisungen. Möglicherweise müssen Sie entweder nicht benötigte Dateien von Ihrem Gerät entfernen oder einen USB-Speicherstick verwenden, um das Upgrade abzuschließen.

Bei einigen Geräten mit wenig verfügbarem Speicherplatz oder kleineren Festplatten, z. B. PCs mit 32 GB Speicher, steht nach dem Upgrade möglicherweise kaum freier Speicherplatz zur Verfügung. Sie können jedoch Speicherplatz einfach freigeben, indem Sie Dateien wie temporäre Dateien oder Ihre vorherige Version von Windows in den Speicher-Systemeinstellungen löschen. Mithilfe der Dateien der vorherigen Version von Windows können Sie Windows 10 entfernen und zu Ihrer vorherigen Version von Windows zurückkehren. Diese Dateien werden automatisch 10 Tage nach dem Upgrade gelöscht. Wenn Sie diese Dateien sofort löschen, wird Speicherplatz freigegeben.

Zur Durchführung des Upgrades ist eine Internetverbindung erforderlich. Windows 10 ist eine große Datei mit ungefähr 3 GB. Es können Gebühren des Internetdienstanbieters anfallen.

Informationen zu Gerätekompatibilität und andere wichtige Hinweise zur Installation finden Sie auf der Website des Herstellers. Die Kontaktinformationen finden Sie auf der Seite mit den Kontaktinformationen.

Die Upgradekompatibilität eines Geräts hängt nicht nur von den Systemspezifikationen ab, sondern auch von Treibern und Firmware, Anwendungskompatibilität und der Unterstützung von Features. Dabei ist nicht entscheidend, ob ein Gerät die Mindestsystemanforderungen für Windows 10 erfüllt oder nicht.

Support vom jeweiligen Gerät abhängig. Weitere Informationen finden Sie unter Lebenszyklus von Windows.

Wenn auf Ihrem PC oder Tablet derzeit Windows 7 SP1 oder Windows 8.1 Update ausgeführt wird, können Sie mit der Funktion „PC überprüfen” der Windows 10 abrufen-App prüfen, ob das Gerät die Voraussetzungen erfüllt. Klicken Sie auf das kleine Windows-Symbol rechts unten auf

der Taskleiste, um die Windows 10 abrufen-App zu öffnen. Wenn Sie das Symbol nicht finden können, informieren Sie sich auf der Windows 10-FAQ-Seite.

Viele Anwendungen, Dateien und Einstellungen werden während des Upgrades migriert. Einige Anwendungen oder Einstellungen werden bei der Migration aber möglicherweise nicht berücksichtigt.

Bei Antischadsoftware-Anwendungen überprüft Windows während des Upgrades dessen Kompatibilität und, ob Ihr Abonnement aktuell (nicht abgelaufen) ist.

Wenn die Antischadsoftware-Anwendung aktuell und kompatibel ist, wird Ihre Anwendung während des Upgrades auf Windows 10 beibehalten.

Ist dies nicht der Fall, wird Ihre Anwendung von Windows deinstalliert, Ihre Einstellungen werden dabei aber beibehalten. Nachdem das Upgrade abgeschlossen ist, erhalten Sie von Windows eine Benachrichtigung, die neueste Version mit den vor dem Upgrade festgelegten Einstellungen zu installieren. Sie erhalten die Benachrichtigung nur dann, wenn Ihr Antischadsoftwareanbieter Microsoft darüber in Kenntnis gesetzt hat, dass eine kompatible Version für Ihr aktives Abonnement verfügbar ist.

Wenn Ihr Antischadsoftware-Abonnement nicht aktuell (abgelaufen) ist, wird Ihre Anwendung von Windows deinstalliert und Windows Defender aktiviert.

Einige Anwendungen Ihres OEM-Anbieters werden gegebenenfalls vor dem Upgrade entfernt.

Die Windows 10 abrufen-App prüft die Kompatibilität einiger Anwendungen von Drittanbietern. Sie werden über Inkompatibilitäten Ihrer Anwendungen mit dem Upgrade informiert. Sie können entscheiden, ob diese Anwendungen vor dem Upgrade deinstalliert werden sollen. Machen Sie eine Kopie der Liste, bevor die Anwendungen deinstalliert werden.

Bei lokalen Kinderkonten von Microsoft Family Safety (Konten auf dem Computer) werden die Sicherheitseinstellungen während des Upgrades auf Windows 10 nicht migriert. Das bedeutet, dass Eltern nach dem Upgrade auf Windows 10 die Sicherheitseinstellungen für das Kinderkonto ggf. gemeinsam mit einem Microsoft-Konto erneut einrichten müssen. Weitere Informationen über diese Änderung finden Sie auf der FAQ-Seite.

Bestimmte Apps sind separat erhältlich. Verfügbarkeit und Funktionsumfang von Apps markt- und geräteabhängig.

Upgrade-Editionen

Die angebotenen Windows-Editionen sind vergleichbar. Beispielsweise bekommen Sie als Nutzer von Windows 7 Home Premium ein Upgrade auf Windows 10 Home.

w7a

w8a

 

Nicht länger unterstützte Features

Wenn Sie Windows 7 Home Premium, Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate, Windows 8 Pro mit Media Center oder Windows 8.1 Pro mit Media Center verwenden und Windows 10 installieren, wird Windows Media Center entfernt. Für begrenzte Zeit (der „berechtigte Zeitraum“) wird auf Systemen, die ein Upgrade auf Windows 10 von diesen älteren Windows-Versionen (ein „berechtigtes System“) durchgeführt haben, eine App für die DVD-Wiedergabe („Windows-DVD-Player“) installiert. Hinweis: Der Windows-DVD-Player wird möglicherweise nicht sofort installiert. Er wird nach dem ersten erfolgreichen Windows-Update installiert. Der Windows-DVD-Player ist im Window Store zum Kauf erhältlich für Systeme, die (i) berechtigt sind, für die der berechtigte Zeitraum aber überschritten wurde; die (ii) nicht berechtigt sind; oder die (iii) berechtigt sind, auf denen Windows 10 aber nachträglich neu installiert wurde (in diesem Fall kann Windows Update nicht ermitteln, ob das System vor der Neuinstallation berechtigt war).

Windows Journal wird mit der Installation des Windows 10 Anniversary Update (Windows 10, Version 1607) entfernt. Nach der Entfernung von Windows Journal können Sie Journal-Dateien (.JNT oder .JTP) weder öffnen noch bearbeiten. Verwenden Sie OneNote anstelle von Windows Journal. Wenn Sie Journal-Dateien öffnen oder bearbeiten müssen, finden Sie hier weitere Informationen.

Windows Media Digital Rights Management (WMDRM) wird im Anschluss an das Windows 10 Anniversary Update (Windows 10, Version 1607) nicht mehr unterstützt. Nach der Installation dieses Updates können Sie Musik und Videos, die mit diesem Rechtemanagementsystem

geschützt werden, nicht mehr abspielen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Funktionalitäten von MDM sind in der Windows 10 Home-Edition bei der Veröffentlichung von Windows 10 nicht enthalten.

Windows 7 Desktop-Gadgets werden während der Installation von Windows 10 entfernt.

Spiele wie Solitaire, Minesweeper und Hearts, die in Windows 7 integriert waren, werden während des Upgrades auf Windows 10 entfernt. Microsoft hat eigene Versionen von Solitär und Minesweeper herausgebracht (bekannt unter den Namen „Microsoft Solitaire Collection“ und „Microsoft Minesweeper“).

Wenn Sie eine Diskettenlaufwerk betreiben möchten, müssen Sie zuerst den aktuellen Treiber über Windows Update oder die Herstellerseite herunterladen.

Wenn Sie Windows Live Essentials auf Ihrem System installiert haben, wird die OneDrive-Anwendung deinstalliert und durch die Inbox-Version von OneDrive ersetzt.

OneDrive unterstützt keine Platzhalterdateien unter Windows 10. Unter Windows 8.1 werden Platzhalter für in OneDrive verfügbare Dateien angezeigt, jedoch nicht lokal auf dem Gerät gespeichert. Unter Windows 10 können Benutzer in den OneDrive-Einstellungen festlegen, welche Ordner synchronisiert werden.

Andocken im Tablet-Modus ist auf 2 Apps beschränkt.

hpe1b

IP-Adresse

inserat1